Arbeiten in Montenegro: Arbeitsmarkt, Stellenangebote und Legalisierung im Jahr 2025

Aktualisiert: 15 February 2026 115 Aufrufe
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Arbeiten in Montenegro: Arbeitsmarkt, Stellenangebote und Legalisierung im Jahr 2025

Arbeiten in Montenegro: Arbeitsmarkt, Stellenangebote und Legalisierung im Jahr 2025

Montenegro bleibt dank seines milden Klimas und der kulturellen Nähe ein beliebtes Ziel für Expats. Dennoch sollte die wirtschaftliche Realität berücksichtigt werden: Der Arbeitsmarkt ist wettbewerbsintensiv, die Arbeitslosenquote liegt bei etwa 13–15 %, und die Wirtschaft stützt sich auf Tourismus, Bauwesen und Dienstleistungen.
Situation im Jahr 2025: Im Land sind mehr als 18.000 Stellen offen. Einheimische lehnen bestimmte Positionen häufig ab, weshalb Arbeitgeber aktiv qualifizierte Ausländer einstellen.

Wo und wie man Arbeit findet

Es wird empfohlen, die Jobsuche frühzeitig zu beginnen: für den Tourismussektor im Frühjahr, für das Bauwesen im Herbst.
  • Staatlicher Arbeitsdienst (ZZZCG): Offizielle Quelle für Stellenangebote, Ausländerquoten und Arbeitserlaubnisse.
  • Lokale Jobbörsen: Lokale Kleinanzeigen-Websites bieten eine große Auswahl, erfordern jedoch oft Sprachkenntnisse.
  • Soziale Netzwerke:
    • Facebook-Gruppen (Suchanfrage „Arbeit in Montenegro“) — tausende Mitglieder, aktuelle Angebote.
    • Telegram-Kanäle — schnelle Informationen mit Gehaltsangaben.
  • Networking und „vor Ort“: Persönliche Besuche in Cafés und Hotels sind sehr effektiv (auch ohne ausgeschriebenen Bedarf), ebenso Kontakte in Expat-Communities.
Tipp: Senden Sie Ihren Lebenslauf direkt an Unternehmen, auch wenn keine Stellen ausgeschrieben sind. Ziehen Sie außerdem die Registrierung eines eigenen Unternehmens für Freelancing und Legalisierung in Betracht.

Gefragte Branchen und Gehälter

Der Mindestlohn in Montenegro beträgt 533 Euro, der Durchschnittslohn 995 Euro. Die Steuern liegen bei 9–11 % (Einkommensteuer) zuzüglich einer kommunalen Abgabe von 13–15 %.

Tourismus und Dienstleistungen (40 % der Stellen im Sommer)

Der größte Sektor. Unterkunft wird häufig gestellt.
  • Kellner: ab 750 Euro + Trinkgeld.
  • Zimmermädchen / Villenbetreuung: 650–1000 Euro.
  • Animateure / Hostessen: Die Gehälter variieren; bei internationalen Verträgen können sie hohe Beträge erreichen (bis zu 2000+ Euro), der Standardmarkt liegt jedoch darunter.

Bauwesen und Immobilien

  • Hilfsarbeiter, Asphaltarbeiter: 850–1100 Euro.
  • Fachkräfte (Elektriker, Kranführer): ab 1000 Euro.
  • Immobilienmakler: Grundgehalt (650–1100 Euro) + Provision.

IT und Remote-Arbeit

Der Sektor mit den höchsten Gehältern und der Möglichkeit, für internationale Unternehmen zu arbeiten.
  • Programmierer, IT-Manager: 1200–2500 Euro.
  • Support-Mitarbeiter (remote): 750–1500 Euro (abhängig von Sprache und Qualifikation).

Gesundheitswesen und Pflege

  • Ärzte (Zahnärzte, Urologen): 1000–2000 Euro (Nostrifizierung des Diploms erforderlich).
  • Nannys / Pflegekräfte: 650–1000 Euro.

Verfahren zur legalen Beschäftigung

Die offizielle Anmeldung ist der einzige Weg, um Abschiebung und Geldstrafen zu vermeiden. Eine arbeitsspezifische Aufenthaltserlaubnis wird für 1 Jahr mit Verlängerungsmöglichkeit ausgestellt. Schritte des Verfahrens:
  1. Visum D: Wird für die Einreise zum Zweck der Arbeit ausgestellt (90–180 Tage).
    • Unterlagen: Reisepass, Einladung des Arbeitgebers, Unterkunftsnachweis, Kontoauszug, Versicherung.
    • Kosten: 60–62 Euro.
    • Dauer: 10–14 Tage.
  2. Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis (Boravak): Der Arbeitgeber stellt den Antrag und weist nach, dass keine lokalen Kandidaten verfügbar sind.
    • Unterlagen: Anerkanntes Diplom, Arbeitsbuch, ärztliches Attest, Führungszeugnis.
    • Bearbeitungszeit: bis zu 20 Tage.
Strafen für illegale Arbeit:
Für den Arbeitnehmer: 200–2000 Euro + mögliche Abschiebung.
Für den Arbeitgeber: bis zu 20.000 Euro.

Praktische Empfehlungen

  • Sprache: Das Erlernen der montenegrinischen oder serbischen Sprache ist für die Karriereentwicklung entscheidend. Viele verstehen Russisch, doch für eine dauerhafte Beschäftigung reicht das nicht aus.
  • Sicherheit: Prüfen Sie bei der Nutzung von Vermittlungsagenturen die Bewertungen und leisten Sie niemals Vorauszahlungen an Vermittler.
  • Budget: Die Lebenshaltungskosten für eine zweiköpfige Familie betragen etwa 700–800 Euro pro Monat (Miete + Lebensmittel).
  • Perspektiven: Eine arbeitsspezifische Aufenthaltserlaubnis führt nicht direkt zu einem Daueraufenthalt. Für langfristige Ziele sind Unternehmensgründung oder Immobilienbesitz zuverlässiger.

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