Kryptowährung in Montenegro 2025: Gesetze, Austausch und Steuern

Aktualisiert: 15 February 2026 150 Aufrufe
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Kryptowährung in Montenegro 2025: Gesetze, Austausch und Steuern

Kryptowährung in Montenegro 2025: Gesetze, Austausch und Steuern

Im Jahr 2025 hat Montenegro aufgehört, für Krypto-Investoren eine vollständig "graue Zone" zu sein. Das Land passt seine Gesetzgebung aktiv an die EU-Standards an und bewahrt dabei attraktive steuerliche Bedingungen. Nachfolgend eine detaillierte Analyse der Situation: von der Legalität bis hin zu Cash-out-Methoden.

Kurz zusammengefasst: Kryptowährungen sind als digitale Vermögenswerte legal, gelten jedoch nicht als Zahlungsmittel. Seit März 2025 gelten Änderungen am AML-Gesetz (Geldwäschebekämpfung), die eine Registrierung aller Dienstleister vorschreiben.

Rechtlicher Status und Regulierung

Kryptowährungen werden in Montenegro als digitale Wertdarstellung anerkannt. Sie können Bitcoin oder Stablecoins besitzen, dürfen diese jedoch nicht offiziell im Geschäft als Zahlungsmittel verwenden.

Wesentliche Änderungen im Jahr 2025:

  • AML-Gesetz: In Kraft getreten am 20. März 2025. Es führt eine verpflichtende Registrierung von Kryptobörsen, Wechselstuben und Verwahrdiensten bei der Kapitalmarktkommission ein.
  • Lizenzierung: Derzeit ist keine vollständige Lizenz erforderlich, eine Registrierung ist ausreichend. Ein öffentliches Unternehmensregister soll bis November 2025 eingeführt werden.
  • EU-Standards: Das Land harmonisiert seine Vorschriften mit der europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets). Eine weitere Verschärfung der Kontrolle über Stablecoins und den Anlegerschutz wird erwartet.

Wo und wie man Kryptowährungen tauscht

Krypto-Geldautomaten (Bitcoin ATM)

Die Situation mit physischen Terminals im Land ist kompliziert. Derzeit ist offiziell nur ein einziger Krypto-Geldautomat bestätigt.

  • Standort: Tivat (ungefähr Prive Lounge).
  • Währungen: BTC, ETH, BCH, DASH, LBTC.
  • Gebühr: Hoch, beträgt 5–10%.
  • Limits: Abhängig vom Verifizierungsgrad (KYC).
Achtung: In Podgorica und anderen großen Städten gibt es keine offiziellen Krypto-Geldautomaten. Wenn Ihnen privat ein Austausch über ein "Terminal" angeboten wird, besteht ein hohes Betrugsrisiko.

Kauf und Verkauf von USDT (Tether)

Die häufigste Anfrage unter Expats ist der Umtausch von USDT in Bargeld-Euro (Cash-out) oder umgekehrt.

Umtauschmöglichkeiten:

  1. Online-Dienste: Plattformen wie Transak oder SpectroCoin ermöglichen den Kauf von Krypto-Assets per Karte. Berücksichtigen Sie Bankgebühren für internationale Überweisungen.
  2. P2P-Plattformen: Die Dienste LocalCoinSwap und Symlix sind in Montenegro aktiv. Hier finden sich Angebote mit Bargeldübergabe von Hand zu Hand.
  3. Offline-Wechselstuben: In Budva und Podgorica gibt es Büros und Kurierdienste.
    • Kurs: üblicherweise 1.02–1.11 USDT pro 1 USD (oder Euro-Äquivalent).
    • Mindestbetrag: oft ab 10.000 USDT.
    • Sicherheit: größere Transaktionen erfordern eine AML-Prüfung (Nachweis der Mittelherkunft).
Redaktionstipp: Nutzen Sie aus Sicherheitsgründen P2P-Aggregatoren mit Escrow-System, um bei Treffen mit unbekannten Wechselpartnern keinen Verlust zu erleiden.

Kryptowährungssteuern im Jahr 2025

Montenegro bleibt eines der steuerlich freundlichsten Länder Europas für digitale Vermögenswerte, auch wenn die EU-Integration dies künftig ändern könnte.

  • Kapitalertragsteuer: Derzeit speziell für Kryptowährungen nicht vorhanden.
  • Einkommensteuer: Einkünfte natürlicher Personen werden progressiv mit 9–15% besteuert.
  • Vermögensteuer: Nicht vorhanden.

Risiken und Sicherheit

Trotz der Legalisierung gibt es weiterhin "graue Zonen" auf dem Markt. Millionen von Euro fließen über unregulierte Kanäle, einschließlich Immobiliengeschäften gegen Kryptowährungen.

Worauf man achten sollte:

  • Telegram-Wechsel: Chats sind voll von Angeboten zum Tausch "ohne Provision". Dies ist die häufigste Betrugsmasche.
  • Kontosperrungen: Bei der Auszahlung größerer Beträge (über 10.000 Euro) auf ein montenegrinisches Bankkonto müssen Sie Dokumente zur Herkunft der Mittel vorlegen. Banken halten sich strikt an AML-Vorgaben.
  • Regulatorische Instabilität: Da das Register der Anbieter noch im Aufbau ist, ist der rechtliche Schutz von Investoren bei der Zusammenarbeit mit lokalen Vermittlern derzeit schwach.

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