Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Montenegros: Ein regionaler Reiseführer
Montenegro ist ein kompaktes Land, in dem man auf einer einzigen Reise Bergtrekking, Rafting in Schluchten und Ausflüge in mittelalterliche Städte kombinieren kann. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Orte zur eigenständigen Routenplanung.Nationalparks
Etwa 10 % des Staatsgebiets werden von fünf Nationalparks eingenommen. Der Eintritt ist kostenpflichtig (Standardpreis — ab 3 Euro).
Durmitor (Nord)
UNESCO-Weltnaturerbe. Hauptmerkmale:
- Landschaft: 50 Gipfel über 2000 Meter, 18 Gletscherseen („Bergaugen“).
- Anziehungspunkt: Schwarzer See und die Stadt Žabljak (Unterkunftsbasis).
- Aktivitäten: 150 km markierte Wanderwege, Wintersport, Rafting auf dem Fluss Tara.
Skutarisee
Der größte Süßwassersee des Balkans, der mit Albanien geteilt wird. Ein zentrales Gebiet für Vogelbeobachtung — hier leben 270 Arten, darunter der seltene Krauskopfpelikan.
- Sehenswertes: Inseln mit Klöstern, die Festung Grmožur, der Strand Murići.
- Logistik: Der wichtigste Ausgangspunkt für Bootstouren ist das Dorf Virpazar. Die Preise beginnen ab 5 Euro.
Biogradska Gora
Einer der letzten Urwälder Europas im Bjelasica-Massiv. Im Zentrum liegt der Biograder See. Für Besucher gibt es einen Ausflugszug, Bootsverleih und einen leichten Rundweg um den See mit einer Länge von 3,4 km.
Lovćen
Liegt oberhalb der Bucht von Kotor. Der Hauptpunkt ist das Mausoleum von Petar II Petrović Njegoš auf einer Höhe von 1657 Metern. Von hier aus eröffnet sich ein Panorama über einen Großteil des Landes („Steinernes Meer“). Die nächstgelegene Stadt ist Cetinje.
Prokletije
Der jüngste Park (gegründet 2009) an der Grenze zu Albanien. Wilde Berge, die Quellen von Ali Pascha.
Altstädte und Festungen
Historische Zentren spiegeln römische, venezianische und osmanische Einflüsse wider.
- Kotor: Eine von der UNESCO geschützte Stadt. Hauptsehenswürdigkeiten: die Kathedrale des Hl. Tryphon und die Stadtmauern.
Logistik: Der Aufstieg zu den Mauern ist kostenpflichtig (ca. 8 Euro) und erfordert körperliche Ausdauer. - Budva: Eine der ältesten Siedlungen an der Adria (2500 Jahre). Die Altstadt umfasst die Zitadelle, die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und ein archäologisches Museum.
- Herceg Novi: Liegt am Eingang zur Bucht. Bekannt für seine Festungen (Kanli Kula, Forte Mare), das Kloster Savina und den Bellavista-Platz.
- Stari Bar: Ein Freilichtmuseum. Die Ruinen einer 1878 zerstörten Stadt mit erhaltenem Aquädukt und Zitadelle.
- Ulcinj: Die südlichste Stadt mit starkem osmanischem Einfluss und illyrischen Wurzeln.
Klöster und spirituelle Zentren
Ostrog
Ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert, in eine steile Felswand auf 900 Metern Höhe gemeißelt. Dem Heiligen Basilius von Ostrog gewidmet. Besteht aus dem Unteren und dem Oberen Kloster (Entfernung zwischen ihnen — 3 km, zu Fuß oder mit dem Fahrzeug erreichbar).
Bedeutende Klöster:
- Morača (13. Jahrhundert): Im Canyon des Flusses Morača gelegen. Bekannt für Fresken der Raška-Schule.
- Savina (Herceg Novi): Ein Komplex aus drei Kirchen mit Ursprüngen im 11. Jahrhundert.
- Beška: Ein Frauenkloster auf einer Insel im Skutarisee (14. Jahrhundert), nur über das Wasser erreichbar.
- Dobrilovina: Ein Kloster aus dem 15. Jahrhundert am Fluss Tara.
Schluchten und Aktivurlaub
Die Topografie des Landes ist ideal für Extremsportarten.
- Tara-Schlucht: Tiefe bis zu 1333 m (die zweitgrößte der Welt nach dem Grand Canyon).
Aktivitäten: Rafting (22 Stromschnellen), Zipline nahe der Đurđevića-Brücke. - Nevidio-Schlucht: Länge 3,5 km, Tiefe 150 m.
Besonderheit: Erfordert spezielle Ausrüstung. Die Begehung ist nur mit einem Instruktor möglich. - Morača-Schlucht: Von der Straße aus zugänglich, geeignet für Canyoning.