Kinderfreizeit in Montenegro: Ein Leitfaden für Expats
Montenegro ist ein beliebtes Ziel für Familien mit Kindern, die ins Ausland ziehen. In Städten mit einer großen russischsprachigen Diaspora (Budva, Bar, Herceg Novi, Tivat, Podgorica) hat sich eine gut entwickelte Infrastruktur für die Kinderfreizeit gebildet. Es ist leicht, Kurse und Aktivitäten auf Russisch zu finden, was die Anpassung des Kindes erleichtert.
Spielzimmer und Unterhaltungszentren
In größeren Städten gibt es spezialisierte Zentren für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter. Viele davon befinden sich in Hotels, sind aber auch für externe Besucher geöffnet.
Budva und Bečići
- Smart Bee: Ausgerichtet auf Kinder im Alter von 3–8 Jahren. Es wird der STEAM-Ansatz verwendet (Wissenschaft, Technologie, Kunst, Mathematik). Es finden kreative Kurse und Elterntreffen statt.
- Dukley Kids Club: Befindet sich auf dem Gelände von Dukley Gardens. Das Programm umfasst Malen, Schauspiel, Yoga, Lesen und Brettspiele.
- Wasserparks: Mediteran in Bečići und Budva Aquapark (Rutschen bis zu 26 Meter) sind die wichtigsten Orte für Wasserspaß in der Saison.
Bar und Herceg Novi
- Funny Bunny (Bar): Entwicklungsangebote, einschließlich des Kurses „IgroBukvy“ zum frühen Lesenlernen.
- Herceg Novi: Beliebt sind Spielzonen mit Trampolinen und Spielautomaten — Igraonica Tin, Zvrk, sowie die Zone im Einkaufszentrum Perla HDL.
- Azul Beach Resort (Ulcinj/Bar): Der Azulitos-Club bietet Wassergymnastik und Familienspiele an (die Verfügbarkeit für Nicht-Hotelgäste sollte an der Rezeption erfragt werden).
Sportvereine
Sport ist in Montenegro zugänglich und beliebt. Die Kosten für Kurse variieren von 5 Euro pro Einheit bis zu 40 Euro pro Monat.
- Fußball:
- FC Freedom: Nimmt Kinder ab 3 Jahren auf. Niederlassungen gibt es in Podgorica, Bar, Budva, Tivat und Kotor.
- Tornado (Budva): Für Kinder von 5–10 Jahren. Kosten — 40 Euro pro Monat (3 Trainingseinheiten pro Woche).
- Basketball: Der Verein KK Galeb (Herceg Novi) verfügt über eine Mini-Schule für Anfänger. Für Jugendliche (9–18 Jahre) werden Basketball Camp Montenegro organisiert.
- Tennis: Tennis Club Igalo in Herceg Novi. In Budva gibt es ebenfalls Tennisgruppen für Mädchen ab 3 Jahren.
- Multisport: Portonovi Kids' Games (Herceg Novi) — Hockey, Gymnastik und Leichtathletik für Kinder von 4–12 Jahren. Die Teilnahme kostet etwa 10 Euro.
- Wassersport: In Porto Montenegro (Tivat) gibt es Segelsportsektionen.
Kreativität und Bildung
Für die intellektuelle Entwicklung und den Erhalt der russischen Sprache gibt es private Studios und Bildungszentren.
Beliebte Studios
- MareLucci (Budva):
- Alter: ab 3 Jahren.
- Angebote: Englisch, Musik, Kochen, Bildende Kunst, Computerkenntnisse, Schulvorbereitung.
- Preis: ab 5 Euro pro Unterrichtseinheit.
- Adresse: Mainski put, Podmaine. Tel.: +7 926 367 9814.
- Open Class: Kurse auf Russisch und Englisch sowie kreative Workshops für Kinder und Erwachsene.
- Vokrug Sveta: Literaturkreis, Mathematik, Projektarbeit und spielerisches Erlernen der montenegrinischen Sprache.
- Compass (Bar, Pržno, Budva): Umweltbildung und Werteentwicklung für Kinder von 3–16 Jahren.
Spezialisierte Kurse
- Robotik und Programmierung: In Bar und Budva für Kinder von 5–17 Jahren verfügbar.
- Keramik: Kurse in Ulcinj mit der Künstlerin Renata (samstags).
- Kreativstudio „Handarbeit“ (Bar): Handarbeiten und angewandte Kunst.
Schulen und Sommercamps
Viele Privatschulen fungieren nachmittags als Freizeitzentren oder eröffnen während der Ferien Camps.
- Adriatic Craft: Sommercamp für Kinder von 6–18 Jahren (Abenteuer und Bildung).
- Knightsbridge (Tivat): Internationale Schule (3–15 Jahre), Tel. +382 326 726 6005.
- Arcadia Academy (Kotor): Britisches Curriculum (3–18 Jahre), Tel. +382 67 369 337.
- Katyusha (Budva): Internat und Kindergarten, Tel. +382 69 245 8692.
Zusammenfassung
Die Kinderfreizeit in Montenegro ist stark saisonabhängig. In kleineren Städten ist die Auswahl an Aktivitäten im Winter begrenzt, doch die russischsprachige Community gleicht dies durch private Clubs und häusliche Kindergärten aus. Die durchschnittlichen Kosten pro Einheit (5–10 Euro) machen zusätzliche Bildung hier erschwinglicher als in den meisten westeuropäischen Ländern.