Bankensystem und Dienstleistungen für Ausländer im Jahr 2025

Aktualisiert: 15 February 2026 264 Aufrufe
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Bankensystem und Dienstleistungen für Ausländer im Jahr 2025

Bankensystem und Dienstleistungen für Ausländer im Jahr 2025

Montenegro verwendet den Euro als offizielle Währung, was den Zahlungsverkehr vereinfacht. Bis 2025 war das Land jedoch kein vollwertiger Teilnehmer der europäischen Zahlungssysteme. Die Situation änderte sich grundlegend am 1. Januar 2025, als Montenegro dem SEPA-System (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) beitrat. Im Land sind 11 Geschäftsbanken tätig, deren Aktivitäten von der Zentralbank (CBCG) reguliert werden.

Wichtige Änderung 2025: Der Beitritt zu SEPA hat Überweisungen deutlich günstiger gemacht. Die Gebühr für Überweisungen innerhalb Europas bis zu 20.000 Euro beträgt nun maximal 1,99 Euro. Für Beträge über 20.000 Euro — bis zu 25 Euro.

Überblick über die wichtigsten Banken

Die Wahl der Bank hängt von Ihren Zielen ab: Geschäftstätigkeit, Gehaltseingang oder einfach Bargeldabhebung. Die wichtigsten Marktteilnehmer:

  • CKB (Crnogorska Komercijalna Banka) — gehört zur ungarischen OTP Group.
    • Vorteile: Größtes Netzwerk (115 Geldautomaten), beste Mobile-App.
    • Nachteile: Warteschlangen in Filialen, überdurchschnittliche Gebühren.
  • Erste Bank — Teil der österreichischen Erste Group.
    • Vorteile: Hohe Zuverlässigkeit, stabile internationale Transaktionen.
    • Kosten: Kontoführung 1–3 Euro pro Monat.
  • Hipotekarna Banka — lokale Bank.
    • Vorteile: Kulant gegenüber Nicht-Residenten, kostenlose eingehende Überweisungen, minimale Gebühren (ausgehend 0,1% oder fest 10–20 Euro).
  • Adriatic Bank und Zapad Banka.
    • Vorteile: Auf Expats und Unternehmen ausgerichtet. Adriatic ermöglicht die Kontoeröffnung über einen Notar und stellt häufig einen persönlichen Manager zur Verfügung. Zapad eignet sich für Firmenkunden.
  • NLB Banka — slowenische Gruppe, traditionell stark in der Arbeit mit juristischen Personen.

Kontoeröffnung: Verfahren und Unterlagen

Seit 2022 wurden die Richtlinien der Banken gegenüber Ausländern (KYC) verschärft. Eine Aufenthaltserlaubnis (VNH/boravka) ist bei den meisten großen Banken (CKB, Erste) eine Standardvoraussetzung für die Eröffnung eines Privatkontos.

Ist eine Kontoeröffnung ohne Aufenthaltstitel möglich?

Ja, aber selektiv (selectively). Die Banken Adriatic, Zapad und teilweise Hipotekarna können einem Nicht-Residenten ein Konto eröffnen, wenn starke Bindungen zum Land bestehen (Immobilienkauf, langfristige Miete, Firmengründung) oder durch einen persönlichen Termin beim Filialleiter.

Unterlagen für Privatpersonen

  • Gültiger Reisepass.
  • Notariell beglaubigte Übersetzung des Reisepasses (falls nicht auf Montenegrinisch/Englisch).
  • Nachweis der Wohnadresse ("White Card" oder Mietvertrag, Nebenkostenabrechnungen nicht älter als 2 Monate).
  • Manchmal: Kontoauszug aus dem Herkunftsland über Einkünfte oder ein Bildungsabschluss.
Dauer und Kosten: Die Dokumentenprüfung (Compliance) dauert von 1 Tag bis zu 2 Wochen. Die Kosten für die Kontoeröffnung liegen zwischen 0 und 50 Euro.

Tarife und Gebühren

Die Tarife werden vom Markt bestimmt, jedoch von der CBCG aus Transparenzgründen kontrolliert.

  • Kontoführung: 1–3 Euro pro Monat für Privatpersonen, bis zu 5 Euro für Unternehmen.
  • Einlagen: Staatlich bis zu 50.000 Euro versichert. Zinssätze: 2,4–3,5% p.a.
  • Internationale Überweisungen (nicht SEPA): In der Regel 0,1–1% des Betrags + feste Gebühr (10–40 Euro).
  • Währungsumrechnung: Bei Kartenzahlungen in einer anderen Währung als Euro können Umrechnungsverluste bis zu 10% betragen.

Geldautomaten und Bargeldabhebungen

Geldautomaten sind in touristischen Zentren (Budva, Kotor, Podgorica) weit verbreitet. Das Abhebungslimit liegt in der Regel bei 300–500 Euro pro Transaktion.

  • Abhebung mit lokaler Karte: Kostenlos an Geldautomaten der eigenen Bank.
  • Abhebung mit ausländischer Karte: Feste Gebühr der Automatenbank (ca. 5 Euro) + Gebühr Ihrer Bank (1–4%).
  • Beste Netzwerke: CKB (115 Geräte), Erste (~80), NLB (~60).
Achtung: Vermeiden Sie private, nicht gekennzeichnete Geldautomaten (oft mit der Aufschrift "ATM" in Gelb oder Blau in Geschäften). Die Abhebungsgebühr kann dort 9 Euro oder mehr betragen.

SWIFT und internationale Überweisungen

Alle Banken unterstützen SWIFT. Die montenegrinische IBAN besteht aus dem Ländercode ME, zwei Prüfziffern und einer 18-stelligen Kontonummer.

  • Innerhalb der SEPA-Zone (Europa): Schnell und günstig (bis zu 1,99 Euro).
  • Außerhalb der SEPA-Zone (einschließlich RF): Standard-SWIFT. Die Gebühren hängen von der Korrespondenzbank und der Überweisungsart (OUR, SHA, BEN) ab.
Redaktionstipp: Um Reisekosten zu minimieren, nutzen Sie Karten von Fintech-Diensten (Wise, Revolut) — so vermeiden Sie ungünstige Umrechnungskurse. Wenn Sie in Montenegro leben, eröffnen Sie möglichst ein Konto bei derselben Bank, bei der auch Ihr Arbeitgeber oder Ihre Geschäftspartner betreut werden, um sofortige interne Überweisungen zu ermöglichen.

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